Landkreis Marburg-Biedenkopf
Schüler & Eltern

Sanitätsdienst

Schulsanitätsdienst

Die Idee zur Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes am Standort Biedenkopf entstand durch ein Anreizprogramm der Unfallkasse Hessen für Schulträger und wurde von Frau Kühnert im Rahmen ihrer Referendariatsausbildung aufgegriffen. Der Schulsanitätsdienst soll, wie auch die Unfallkasse selbst darlegt, positive Auswirkungen auf die “Qualität der Notfallversorgung sowie auf die Stärkung von Sozialkompetenz und die Verbesserung des gesamten Schulklimas” haben:

  • Entwicklung eines Klimas der Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und zur Hilfe
  • Schulsanitäter als Vorbilder und Ansprechpartner für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler
  • Persönlichkeitsentwicklung durch Mitarbeit im Schulsanitätsdienst
  • Erwerb von Handlungskompetenz
  • Sicherstellung einer sachgerechten Ersten Hilfe bei Notfällen und Unfällen
  • Bei Minimalverletzungen Reduzierung der erforderlichen ärztlichen Behandlungen und somit Kosteneinsparung

Im Rahmen des Projektes “Schulsanitätsdienst am Standort Biedenkopf” der pädagogischen Mittagsbetreuung wurde ein Schulsanitätsraum eingerichtet und Schülerinnen und Schüler des Standortes können zu Schulsanitäterinnen und Schulsanitätern ausgebildet werden.

Dabei kooperiert der Standort Biedenkopf mit dem “Deutschen Rotes Kreuz (DRK)”, das ebenfalls seine Schaltstelle vor Ort in Biedenkopf hat.  Generell findet jede Sitzung 90-minütig einmal in der Woche im Rahmen des Nachmittagsangebotes statt.

Zur Schulsanitätsdienstausbildung gehört zunächst ein Erste-Hilfe-Kurs als Voraussetzung für den weiteren Aufbaulehrgang. Bereits nach vier Sitzungen sind die Jugendlichen soweit, bei einem Notfall – angefangen bei Bauchschmerzen bis hin zu einer Verstauchung – “Erste Hilfe” leisten zu können. Dafür wird ein Dienstplan ausgearbeitet, der festlegt, wann welche/r Schülerin/Schüler zum Unfallort gerufen wird und die weiteren Maßnahmen in die Wege leitet.

Nachdem diese insgesamt 16 Unterrichtseinheiten beendet sind, wird weiteres biologisches Hintergrundwissen im Wahlpflichtunterricht der Schule durch eine Biologielehrkraft vermittelt. Um sich das Gelernte aus dem Erste-Hilfe-Kurs immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, findet zusätzlich in einem Abstand von einigen Wochen ein Treffen mit dem DRK statt, wo u. a. bestimmte Griffe, die stabile Seitenlage und allgemein das richtige Verhalten in einer Unfallsituation wiederholt werden.